Arbeitskleidung – von funktionell bis traditionell

Eine typische Berufsbekleidung gibt es in vielen Berufen. Sie dient der Erkennbarkeit, dem Schutz oder der Hygiene. Nebenbei kommt ihr eine wichtige Repräsentativaufgabe nach außen hin zu. Kann man sich etwa einen Koch ohne Mütze, einen Handwerker ohne Latzhose oder einen Arzt ohne Kittel vorstellen?

 

Funktionell und sicher

Zur Arbeitskleidung gehören besonders strapazierfähige Hosen, Jacken und Schuhe, Kopfbedeckung und speziell verarbeitete Ober- und Unterbekleidung, aber auch Zubehör wie z.B. Gürtel oder Polster. Hauptsächlich dient sie zum Schutz des Arbeitnehmers. Diese Art von Kleidung muss teilweise extremen Wetterbedingungen standhalten, sie muss in diesem Fall wasserdicht sein und ausreichend Schutz vor Kälte bieten. Sie sollte aber auch praktisch und bequem sein. Denn anders als im Alltag getragene Kleidung, wird von ihr erwartet, dass sie in erster Linie funktionell ist. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie nicht auch optisch ansprechend sein kann.

Spezialarbeitskleidung

Es wird zwischen verschiedenen Kategorien unterschieden. Den Erfordernissen des jeweiligen Berufsstandes entsprechend gehören bestimmte Kleidungsstücke dazu. Signalkleidung beispielsweise ist in Arbeitsbereichen, in denen schlechte Sichtverhältnisse herrschen besonders wichtig. Sie wird in Signalfarben wie gelb oder orange angefertigt, außerdem verfügt sie meist über aufgenähte Reflektorstreifen, die bei Dunkelheit die Sichtbarkeit verstärken. Flammschutzkleidung, eine weitere Kategorie der Spezialarbeitskleidung, zeichnet sich durch die Verwendung vorwiegend isolierender Stoffe und Materialien aus, die Feuchtigkeit optimal transportieren können.

Arbeitskleidung in Traditionsberufen

Auch die traditionelle Zunftkleidung gehört zu den besonderen Untergruppen der Arbeitskleidung. Die auch Kluft genannte Tracht der Handwerksgesellen besteht aus Hose, Weste und Jackett, weißem Hemd und Schlapphut. Scheuerfest und robust soll sie vor allen Dingen sein. Sie wird während der Wanderjahre und vorwiegend in dunklen Farben getragen, wobei schwarz für Holz-, braun für Stein- und blau für Metallberufe steht. Malerkleidung hingegen wird traditionell in Weiß getragen. Bei ihr kommt es ebenfalls auf hohe Funktionalität und Komfort an. Oft sind z.B. Kniepolster ins Hosenbein eingearbeitet.